TV Series

Und es geschehen doch noch Wunder, Kami-sama sei Dank! Immerhin hat man sich schon irgendwie gefragt, warum ausgerechnet von Taiho Shichauzo eine TV-Episode nach der anderen produziert wurde (nicht, dass ich das beklagen würde, im Gegenteil), während man Fujishima-sans sehr viel erfolgreicheres Werk Aa! Megami-sama mit mageren fünf OVA-Episoden, einem einzigen Movie sowie einer etwas zu klein geratenen Mini-Goddess-Serie abspeiste. Doch dann war es endlich soweit - 15 lange Jahre haben Fans der Stunde Null auf diesen Augeblick gewartet: eine "echte" TV-Serie, die sich möglichst nahe an der Manga-Vorlage orientieren sollte, wurde in Auftrag gegeben. Als Regisseur hat man Hiroaki Gohda verpflichtet, der auch schon beim Movie als Director tätig war und sich deshalb mit der Materie auskennt.

TV Series Am 6. Januar 2005 schließlich wurde die erste Folge in Japan ausgestrahlt. Das Warten hat sich gelohnt, denn für eine TV-Serie ist die Animation recht gut gelungen, auch wenn ich kein großer Freund von coumputeranimierten Anime bin. Ein Maß hierfür ist beispielsweise Belldandys Frisur, die schon immer als recht kompliziert zu zeichnen galt. Die Story ist tatsächlich ziemlich eng am Manga gebunden, allerdings haben bereits viele Charaktere, die eigentlich erst viel später im Manga auftauchen, ihren ersten Auftritt schon hinter sich - ich persönlich habe aber nichts dagegen. Die erste Staffel umfasst 26 Episoden und endet mit einem Special, was nicht unüblich ist. Leider handelt es sich hierbei eher um eine Zusammenfassung der 1. Season. Inzwischen ist erfreulicherweise auch die 2. Season in Japan unter dem Titel Aa! Megami-sama Sorezore no Tsubasa gestartet, Premiere war am 6. April 2006.

Open Your Mind Ebenfalls gelungen ist das Opening der 1. Staffel, Open Your Mind. Japanischer Schmusesong trifft hierbei auf irische Klänge - zugegeben, ein wenig ungewohnt am Anfang, aber nach mehrmaligem Hören sicherlich zu den besseren Songs gehörend. Das Ending mit dem Titel Negai (Wish) hingegen hat Züge eines Country Western Songs. Auch nicht schlecht, aber in meine persönliche Hitliste reicht es hierfür nicht. Nun ja, Geschmackssache. Beide Lieder werden von Yoko Ishida gesungen. Ab der 13. Folge gibt es ein anderes Ending, der dazugehrörige Song Wing wird diesmal von Yoko Takahashi vorgetragen. Für mich schon eher zu einem Ending passend als "Negai", allerdings nicht wirklich etwas Besonderes (das Special hat übrigens wieder "Negai" als Ending). Die 2. Season verlagert im Opening ihre himmlischen Klänge in die schottischen Highlands, was zumindest für mich etwas verblüffend war. Schon sehr ungewöhnlich, Belldandy auf einem Dudelsack spielen zu sehen. Das Lied Shiawase no Iro wird wiederum von Yoko Ishida gesungen, die auch gleich das Ending Bokura no Kiseki in Angriff genommen hat.
Inzwischen ist die erste Season komplett auf 9 DVDs erschienen. Aa! Megami-sama gehörte zwar schon immer zu den etwas teureren Anime, aber für den Preis von rund ¥6000 pro DVD hätte man schon etwas mehr Fanservice erwarten dürfen, als man geboten bekommt. Zwar werden (zumindest in der 1. Auflage) die erste, vierte und siebte DVD mit einem qualitativ wirklich hochwertigen Sammelschuber (Platz für 3 DVDs) geliefert, aber das allein rechtfertigt nicht unbedingt den hohen Kaufpreis. Weiterhin fehlen den DVDs wie gewöhnlich Untertitel oder weitere Sprachversionen. Nun gut, wer den japanischen Markt kennt, hat ehrlich gesagt auch nichts anderes erwartet. Alternativ bleibt noch, auf die eigenen länderspezifischen Umsetzungen in möglichst gleichwertig hoher Bild- und Tonqualität zu hoffen, gespickt mit der einen oder anderen Überraschung. Zumindest in den USA hat man damit schon begonnen...



OVA
OVA
Seiyuu
Movie
Movie



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zuletzt aktualisiert am: 01.06.2005